Finanzielle Unterstützung

Auf dieser Seite haben wir die wichtigsten Informationen zur Arbeit in der Einsatzstelle zusammengefasst. Ausführliche und umfangreiche Informationen zum Freiwilligendienst nach Schlagwörtern sortiert finden Sie in der Übersicht Wichtig zu wissen!.

ALG II/Arbeitslosengeld II

Menschen, die ALG II bekommen, können einen Freiwilligendienst machen. Das Taschengeld bekommen Sie zusätzlich zu Ihrem Arbeitslosengeld II.
Das Taschengeld wird auf das Arbeitslosengeld II angerechnet. Vom Taschengeld sind 200 Euro „nicht zu berücksichtigende Einnahme“. Das bedeutet, dass Sie 200 Euro behalten dürfen.
Wenn Sie Arbeitslosengeld II bekommen, müssen Sie während Ihres Freiwilligendienstes keine weitere Arbeit aufnehmen.

ALG I nach dem Freiwilligendienst

Für alle Freiwilligen werden während ihres Dienstes jeden Monat Beiträge zur Arbeitslosenförderung bezahlt. Wenn Sie zwölf Monate lang einen Freiwilligendienst gemacht haben, haben Sie danach sechs Monate Anspruch auf Arbeitslosengeld I. Wie viel Geld das ist, hängt von der Höhe Ihres Taschengelds ab. Wenn Sie vor dem Freiwilligendienst eine Arbeit ausgeübt haben und Ihr Gehalt dort höher war als das Taschengeld, dann bekommen Sie auch mehr ALG I.
Damit Sie nach Ihrem Freiwilligendienst Anspruch auf ALG I haben, müssen Sie außerdem noch die folgenden drei Voraussetzungen erfüllen: 1) Sie stehen nicht in einem Beschäftigungsverhältnis. 2) Sie sind bemüht, diesen „beschäftigungslosen Zustand“ zu beenden. 3) Sie stehen der Agentur für Arbeit für Vermittlungsbemühungen zur Verfügung.
Wenn Sie nach dem Freiwilligendienst ALG I bekommen wollen, müssen Sie Sich 3 Monate vor Ende des Freiwilligendienstes arbeitssuchend melden. Gleich am ersten Tag nach dem Freiwilligendienst müssen Sie Sich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos melden und einen Antrag auf ALG I stellen.

Ausweis für Freiwillige

Sie erhalten einen Freiwilligenausweis, mit dem Sie bei verschiedenen Stellen Preis-Rabatte bekommen können. Zum Beispiel bei Bus- und Bahnfahrkarten oder beim Eintritt ins Theater oder ins Museum.

Nebenjob

Wenn Sie neben der Arbeit in der Einsatzstelle noch Zeit haben und mehr Geld benötigen, können Sie auch in Absprache mit der Einsatzstelle einen Nebenjob haben. Sie müssen jedoch beachten, dass Sie pro Woche nur insgesamt 48 Stunden arbeiten dürfen (Arbeitsschutzgesetz). Außerdem darf es max. eine 450 €-Beschäftigung sein, also einen sogenannten Minijob. Da der Freiwilligendienst eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist, müssen Sie Steuern bezahlen, wenn Sie mehr als 450 € im Monat dazu verdienen.

Rentner*innen

Für Rentner*innen und Frührentner*innen gibt es viele Ausnahmen und Besonderheiten, wenn es um Taschengeld, Versicherungen und Rente geht. Sie können sich gerne an die LKJ Thüringen oder Ihre Einsatzstelle wenden, damit Sie richtig beraten werden.
Bei einer Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit sollten Sie bei Ihrer Rentenversicherung anrufen. Die Rentenversicherung prüft dann, ob Sie weiterhin Rente bekommen. Wenn Sie vor der Altersrente eine Rente bekommen, dürfen Sie bis zu 450 Euro im Monat zur Rente dazu verdienen. Dazu zählt auch das Taschengeld, das Sie im BFD bekommen. Wenn Sie mit dem Taschengeld und weiteren Einkünften insgesamt mehr als diese 450 Euro dazu verdienen, bekommen Sie weniger oder keine Rente.

Wohngeld

Wohngeld ist eine Unterstützung für Menschen, die nicht viel Geld zur Verfügung haben. Sie bekommen etwas Geld für die Miete. Wieviel Geld hängt davon ab, wieviel Geld die Person hat und wieviel Miete sie bezahlt.
Sie können Wohngeld nur für den Hauptwohnsitz bekommen und wenn Sie dort allein oder in einer WG wohnen.  Sie können Wohngeld bei der Wohngeldbehörde in Ihrer Stadt oder Gemeinde beantragen. Die Behörde entscheidet, ob sie Wohngeld bezahlt. Es gibt kein Recht auf Wohngeld.