Bildungstage und Abschlussseminare neu gedacht

Die Corona-Pandemie stellte die Freiwilligendienste Kultur und Bildung vor große Herausforderungen. Die geplanten Seminare und Bildungstage für die Freiwilligen* mussten Anfang März bis einschließlich August abgesagt werden. Dennoch wurden Angebote für die verschiedenen Freiwilligendienstformate entwickelt und ab April im digitalen Raum durchgeführt.

Viele Workshopleitende waren bereit, die geplanten Workshops auch online anzubieten. Auch die Freiwilligen zeigten großes Interesse an den digitalen Bildungsangeboten.

Folgende Workshop-Angebote konnten durchgeführt werden:

1. Hip Hop
2. Poetry Slam
3. Der Umgang mit den eigenen Kräften (Achtsamkeitstraining)
4. Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt
5. Art and Activism
6. Digitale Klangexperimente
7. Back to Analog – Wie aus Handyfotos Kunstwerke werden
8. Improvisationstheater

Bei diesem vielfältigen Angebot war für alle etwas dabei. Die Freiwilligen haben politisch-aktivistische Projekte entwickelt, mithilfe der Drucktechnik der Cyanotypie eigene Fotos entwickelt und Slam-Texte gedichtet. Beim HipHop-Workshop waren trotz Digitalität Bewegung und Schwitzen garantiert! Zum digitalen Poetry Slam konnten sich auch Freund*innen als Publikum einschalten. Die Workshops waren immer ein guter Mix aus theoretischem Wissen, Kreativ-Aufgaben und Austausch mit den anderen Freiwilligen.

Die Abschlussseminare für die Freiwilligen im Jugendfreiwilligendienst musste ebenfalls neu gedacht und als digitale Variante konzipiert werden:

Das Reflexionsseminar fand für jede der drei Seminargruppen an zwei Tagen statt. Inhaltlich sollten die Teilnehmer*innen ihren Freiwilligendienst vom Anfang bis ins „Hier und Jetzt“ reflektieren. Darüber hinaus hat jede*r Freiwillige* einen Ausblick auf die Zeit nach dem Freiwilligendienst gegeben. Die Freiwilligen erhielten im Voraus alle notwendigen Arbeitsmaterialien nach Hause geschickt. Dazu gehörte beispielsweise ein „Brief an mich selbst“, den sie zum Anfang ihres Freiwilligendienstes verfasst haben, Knete zum kreativ werden und ein Abschiedsgeschenk. So konnte eine methodische Vielfalt geboten und eine aktive Teilnahme aller Freiwilligen*ermöglicht werden.

Das Seminarangebot wurde von den Freiwilligen mit großer Neugier und Experimentierfreude angenommen. Die Teilnehmenden freuten sich über den letzten gemeinsamen Austausch, auch wenn sie sich gerne noch ein letztes Mal „wirklich“ gesehen hätten. Trotz der physischen Distanz herrschte eine angenehme Atmosphäre, in der die Erfahrungen des Freiwilligendienstes erfolgreich reflektiert werden konnten.

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