Programm

Kulturagentinnen und Kulturagenten

Die Kulturagent_innen sind professionelle Brückenbauer für Schulen, Kulturinstitutionen und Kunst- und Kulturschaffende. Sie sind qualifizierte Ansprechpartner_innen, um gemeinsam mit Schulen und Kulturpartnern Vermittlungsangebote in hoher Qualität und ausgerichtet an den Interessen der Schüler_innen zu entwickeln. In Personalunion verkörpern Kulturagent_innen den künstlerischen Impulsgeber, Kurator, Vermittler, Kultur- und Projektmanager, Prozessbegleiter, Netzwerker, Moderator oder Konfliktmanager. Die 10 Kulturagent_innen betreun insgesamt 38 Programmschulen.

→ Vorstellung der Thüringer Kulturagent_innen

Schulen

Der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Thüringen e.V., als Trägerin des Programmes, ist es in Zusammenarbeit mit den Kulturagentinnen und Kulturagenten gelungen, das bestehende Schulnetzwerk der Programmschulen um neun Schulen zu erweitern. Das Schulnetzwerk besteht seit dem Schuljahr 2017/2018 aus insgesamt 38 Schulen, die von 10 Kulturagent_innen betreut werden.
Darunter nehmen neben den Regelschulen, Gemeinschaftsschulen und Gesamtschulen auch Gymnasien, Grundschulen
sowie Ersatzschulen in freier Trägerschaft teil. Sie alle entwickeln gemeinsam mit ihren Kulturagentinnen und Kulturagenten ein kulturelles Schulprofil. Das Programm erreicht somit bis zu 10.000 Schüler_innen in ganz Thüringen.

→ Überblick der Programmschulen

Kulturbeauftragte_r und Kulturfahrplan

Jede Programmschule ist dazu verpflichtet, eine_n Kulturbeauftragte_n zu benennen. Die kulturbeauftragten Lehrer_innen und die beteiligten Kolleg_innen an den Programmschulen sind im Rahmen des Programms zentrale Multiplikator_innen für die (Weiter-) Entwicklung des künstlerischen Konzeptes – des Kulturfahrplanes – der Schule. Jeder Programmschule stehen pro Kulturbeauftragtem zwei Lehrer_innenwochenstunden zur Verfügung, die aus der Schulpauschale der teilnehmenden Programmschulen bereit zu stellen sind. Die Programmschule gründet eine Kultursteuergruppe (bestehend aus z.B. der/dem Kulturagent_in, der/dem Kulturbeauftragten_m, zwei Lehrkräften, Schüler_innen, außerschulischen Partnern).

Jede Programmschule entwickelt ihren individuellen Kulturfahrplan mit spezifischen Zielen, Maßnahmen und Inhalten. Der Kulturfahrplan ist ein Planungs- und Steuerungsinstrument für jede teilnehmende Schule, um die eigenen Ziele und die entsprechenden Maßnahmen zu deren Umsetzung für die gesamte Programmlaufzeit festzuhalten und die (Weiter-) Entwicklung eines künstlerischen Profils bzw. Schwerpunktes zu strukturieren und zeitlich zu planen. Der Kulturfahrplan sollte als fester Bestandteil des Schulprogramms verstanden werden.

Kunstgeld

Die künstlerische Projektarbeit ist ein wesentlicher Bestandteil des Programms, um auf diese Weise die schulinterne Profilbildung zu initiieren, künstlerisch-ästhetische Impulse zu setzen und Schüler_innen und Lehrer_innen zu beteiligen. Zudem werden Kooperationen mit Kulturpartnern – hierauf liegt als Bestandteil des Programms ein besonderes Augenmerk – aufgebaut und weiterentwickelt. Das Kunstgeld steht als finanzieller Rahmen für die künstlerischen Projekte zur Verfügung. Die LKJ Thüringen wird in Zusammenarbeit mit der Thüringer Staatskanzlei und dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, die Ausschreibung und Vergabe von Kunstgeld (Kunstgeldverwaltung) verantworten. Insgesamt stehen einem Schulnetzwerk, bestehend aus drei Schulen und einer/einem Kulturagent_in, 20.000,00 Euro pro Schuljahr zur Verfügung.