Rückblick: Werkstatt „Kulturelle Bildung im Schulalltag verankern“

Wie Kulturelle Bildung den Weg in den Schulalltag finden kann, war das zentrale Thema der Kulturagenten-Werkstatt, die am 16. und 17. März 2018 in der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar stattfand. Mit einer Mischung aus Fachvorträgen, Praxisbeispielen und Angeboten zum Austausch stieß die Veranstaltung auf positive Resonanz

Wie wichtig kulturelle Teilhabe für Kinder und Jugendliche sei und welchen Beitrag das Kulturagentenprogramm hierfür leiste, darauf machte Staatssekretärin Gabi Ohler aufmerksam. Sie begrüßte mit Anke Troschke der Stiftung Mercator die Teilnehmenden. Zudem sprach sich Frau Ohler für die Fortführung des Programmes aus und bedankte sich herzlich bei allen Kulturagentinnen und Kulturagenten sowie der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Thüringen e.V. für die Umsetzung des Programmes.

Dr. Michael Wimmer von EDUCULT, einem österreichischen Institut für Forschung, Kultur und Bildung, gab als Fachreferent einen komplexen und beeindruckenden Einblick in die Entstehung und Entwicklung der Kulturellen Bildung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, und stellte die Chancen dar, die sich aus der Verankerung Kultureller Bildung im Schulsystemergeben. Eines seiner Plädoyers ist es, die Schule vom Kind und nicht vom Staat aus zu denken. Deshalb spielt für ihn die Berücksichtigung von Emotionalität und Sinnlichkeit in Bildungsprozessen eine bedeutende Rolle. 

Marcus Kauer sprach als ehemaliger Fachlehrer, Schulleiter und derzeitiger Referent für Kulturelle Bildung im Kultusministerium Hessen über die Chancen und Gelingensbedingungen der Verankerung Kultureller Bildung an Schulen. Präzise und konkret beschrieb er die Schulentwicklung der Richtsbergschule in Marburg, die als Kulturschule zertifiziert ist und begeisterte die Teilnehmenden mit seiner anschaulichen Darstellung.

Die „Kulturagenten für kreative Schulen“ kennen aus ihrem eigenen Schulalltag Formate kultureller Bildung, die sich an den jeweiligen Programmschulen bereits bewährt haben. Sie präsentierten einige dieser Praxisbeispiele, gaben Anregungen für andere Schulen und luden zum Austausch ein. So ergab sich ein Wissenstransfer ausgehend von dem Programmpunkt "Was läuft gut?" über "Wie läuft das auch bei uns?" bishin zu dem abschließenden "Nimm mit!", in dem die Ergebnisse der Arbeitsgruppen vorgestellt wurden.

Auch für junge Teilnehmende war die Werkstatt geöffnet. Für die 35 beteiligten Schüler*innen gestalteten Christian Schröter vom stellwerk Weimar sowie Victoria Scholz partizipative und künstlerische Workshops. Die jungen Heranwachsenden hatten so Räume für sich und waren zugleich Teilnehmende und Teilgebende der Veranstaltung.

Unter den insgesamt 80 Teilnehmenden fand die Werkstatt „Kulturelle Bildung im Schulalltag verankern“ enormen Zuspruch. Besonders beeindruckt zeigten sie sich von den Visualisierung, mit denen Nora Kühnhausen die Werkstatt via Graphic Recording dokumentierte.



Fotos: Sandra Werner

 

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